Pickleball ist wie gemacht für den Schulsport: schnell erklärt, einfach zu organisieren und vor allem schnell gespielt.
Das sagen wir nicht nur als Pickleball-Händler. Wir haben Pickleball in hunderten Lektionen gemeinsam mit Kindern und Lehrpersonen gespielt und dabei erlebt, was in einer Turnhalle funktioniert und was eher unnötig kompliziert ist.
Die wichtigste Erkenntnis: Für eine gute Pickleball-Lektion braucht es erstaunlich wenig.
Warum Pickleball in der Schule funktioniert
Paddle in die Hand, Ball dazu und los.
Kinder schaffen beim Pickleball meist sehr schnell erste Ballwechsel. Das kleine Feld, der gelochte Kunststoffball und die vergleichsweise einfache Schlagbewegung machen den Einstieg leicht. Gleichzeitig gibt es später genügend Technik und Taktik, damit auch sportlich starke Schülerinnen und Schüler gefordert bleiben.
Genau diese niedrige Einstiegshürde macht Pickleball für Klassen mit unterschiedlichen sportlichen Voraussetzungen interessant.
Auch das Bundesamt für Sport BASPO widmet Pickleball auf mobileSport.ch inzwischen ein eigenes Dossier. Darin finden Lehrpersonen Grundlagen zu Material, Spielfeld und Regeln sowie konkrete didaktische Übungen und Spielformen für den Unterricht.
Pickleball-Dossier auf mobileSport.ch
Welches Pickleball Material braucht eine Schule?
Die Grundausstattung ist simpel:
- Paddles für die Schülerinnen und Schüler
- Pickleball-Bälle
- portable Netze (ev. bestehende Badmintonnetze?)
- bei Bedarf temporäre Bodenmarkierungen
Wie viel davon sinnvoll ist, hängt von der Klassengrösse und der vorhandenen Halle ab.
Bei 24 Kindern braucht es beispielsweise nicht zwingend 24 Paddles und sechs komplette Courts. In unseren Lektionen arbeiten wir auch mit Gruppen, Übungsstationen, Ballkontrolle, Spielen an der Wand oder Rundlauf-Formaten.
Als Richtwert funktionieren häufig vier bis sechs Kinder pro Netz sehr gut. So bleibt die Klasse in Bewegung, ohne dass die Schule unnötig viel Material anschaffen muss.
Mehr zu unseren Erfahrungen, Schulsets und möglichen Ausstattungen findest du hier:
Pickleball in Schulen bei Pro Pickleball
Welche Paddles eignen sich für den Schulsport?
Für Schulen sind vor allem drei Dinge wichtig: geringes Gewicht, angenehmes Handling und Robustheit.
Gerade bei jüngeren Kindern sollte das Paddle nicht unnötig schwer sein. Für Jugendliche können wiederum normale Erwachsenenmodelle problemlos funktionieren.
Bei Pro Pickleball führen wir ausschliesslich Paddles, die den entsprechenden Vorgaben von USA Pickleball oder UPA-A entsprechen. Damit erhalten Schulen echtes Pickleball-Material und keine vereinfachten Spielzeugschläger, die später ein völlig anderes Spielgefühl vermitteln.
Welches Modell sinnvoll ist, hängt trotzdem vom Alter der Kinder, dem Einsatzbereich und natürlich vom Budget ab. Genau deshalb beraten wir Schulen individuell.
Indoor-Ball oder Outdoor-Ball?
In einer klassischen Turnhalle empfehlen sich normalerweise Indoor-Bälle. Sie sind für das Spiel in geschlossenen Räumen ausgelegt und lassen sich gut kontrollieren.
Aber auch hier hat uns die Praxis eines gelehrt: Nicht jede Turnhalle ist gleich.
Bodenfarbe, Beleuchtung und vorhandene Linien beeinflussen beispielsweise stark, welche Ballfarbe am besten sichtbar ist. Draussen auf einem Hartplatz wiederum macht ein Outdoor-Ball mehr Sinn.
Es lohnt sich deshalb, nicht einfach irgendeinen Klassensatz zu bestellen, sondern kurz zu überlegen, wo tatsächlich gespielt wird.
Die Turnhalle ist meistens schon fast bereit
Ein Pickleball-Court misst 6,10 × 13,40 Meter. Das Praktische dabei: Die Aussenmasse entsprechen einem Badminton-Doppelfeld.
In vielen Schweizer Turnhallen ist die wichtigste Markierung damit bereits vorhanden. Einzig die Non-Volley-Zone, besser bekannt als Kitchen ist theoretisch um 15cm weiter vom Netz entfernt als die Badminton-Aufschlaglinie. Die jungen Spielenden kümmert dies nicht, bei Jugendlichen empfehlen wir die Linie mit Markierungen korrekt zu legen.
Auch permanente Umbauten sind für den Einstieg nicht nötig. Netz aufstellen, Kitchen markieren, Bälle verteilen und spielen.
Wer die Regeln genauer kennenlernen möchte, findet weitere Informationen bei der Swiss Pickleball Association, die sich neben dem Wettkampfsport auch für die Entwicklung des Pickleball-Breitensports in der Schweiz engagiert.
Unser Tipp aus hunderten Schullektionen: Erst spielen, dann erklären
Man muss Kindern nicht zuerst das komplette Regelwerk erklären.
Wir starten lieber mit Paddle und Ball: prellen, jonglieren, zu zweit spielen, Ball über das Netz bringen. Sobald das funktioniert, kommen die wichtigsten Regeln dazu.
Das funktioniert nicht nur besser, es macht auch mehr Spass.
Der gleiche spielerische Ansatz findet sich im Pickleball-Dossier von mobileSport.ch wieder. Dort werden Materialgewöhnung, kooperative Übungen, kompetitive Spielformen und Turnierformen Schritt für Schritt aufgebaut. (mobilesport.ch)
Pickleball soll in der ersten Lektion vor allem eines sein: ein Spiel.
Pickleball für eure Schule?
Wir haben Pickleball mit Kindern und Lehrpersonen in unterschiedlichsten Hallen und Unterrichtssituationen gespielt. Diese Erfahrung fliesst direkt in unsere Beratung ein.
Denn nicht jede Schule braucht dasselbe Set.
Wir schauen mit euch an, wie viele Kinder spielen, welche Infrastruktur bereits vorhanden ist und welches Budget zur Verfügung steht. Daraus stellen wir eine sinnvolle Lösung aus Paddles, Bällen und Netzen zusammen.
Ihr möchtet Pickleball in eure Turnhalle bringen?







